Warum werden Radbagger auch Gummienten genannt?
Der Begriff „Rubber Duck“ ist ein gebräuchlicher Bau-Slang, der vor allem im Vereinigten Königreich und Teilen Europas zur Beschreibung eines Radbaggers verwendet wird.
Auch wenn es sich um einen ungewöhnlichen Namen für eine tonnenschwere Maschine handeln mag, leitet er sich von der Art und Weise ab, wie sich die Maschine während des Betriebs bewegt.
Warum der Name „Rubber Duck“?
Der „Watscheleffekt“: Im Gegensatz zu Kettenbaggern, die dank ihrer breiten Aufstandsfläche extrem stabil sind, haben Radbagger einen höheren Schwerpunkt. Wenn die Maschine schnell fährt oder schwere Lasten hebt, ohne dass ihre Stützen ausgefahren sind, neigt sie dazu, auf ihren Gummireifen zu wippen und zu schaukeln. Diese rhythmische Schwankbewegung ähnelt dem Watscheln einer Ente an Land oder dem Schaukeln auf dem Wasser.
Gummireifen: Der Begriff „Gummireifen“ bezieht sich auf die robusten Luftreifen, die die herkömmlichen Stahlketten ersetzen. Dadurch kann die Maschine auf befestigten Oberflächen wie Asphalt und Beton fahren, ohne diese zu beschädigen.
Vorteile gegenüber Kettenfahrzeugen
Betreiber verwenden „Rubber Ducks“ häufig für bestimmte städtische oder straßenseitige Projekte, da diese einzigartige logistische Vorteile bieten:
Straßenzulassung: Sie können direkt von einer Baustelle zur anderen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 20–25 mph gefahren werden, wodurch die Notwendigkeit eines Anhängers und eines Schwerlastwagens für kurze Strecken entfällt.
Oberflächenschutz: Sie sind die Standardwahl für Reparaturen an Versorgungsleitungen in Städten, da die Reifen die Straße oder den Gehweg nicht so stark beschädigen wie Stahlschienen.
Manövrierfähigkeit: Dank der Allradlenkung können sie enge Straßenecken und verkehrsreiche Baustellen viel leichter bewältigen als ein sperriges Kettenfahrzeug.
Der Kompromiss: Stabilität
Um das für den Spitznamen „Wippen“ verantwortliche Auf- und Abwippen auszugleichen, verwenden Radbagger Stabilisatoren (Stützbeine) oder ein Planierschild, das sich beim Graben bis zum Boden absenkt. Dadurch wird die Maschine im Erdreich verankert, das Auf- und Abwippen verhindert und eine stabile Plattform für schwere Lasten geschaffen.

